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Acerca de

Menschenrechte kennen keine Pause!

Mit der großartigen Vision wurden 1948 die allgemeine Erklärung der Menschenrechte beschlossen: Gleiche Rechte für alle Menschen! 

Scheint heute alles selbstverständlich, oder doch nicht? 

Menschenrechte sind die Grundlage für eine funktionierende Demokratie und schützen die Bürger:innen eines Landes vor staatlicher Willkür. Menschenrechte geben uns vor allem eins: Sicherheit. Menschenrechte sind Rechte, die für alle Menschen gelten sollen. Sie wurden als Konsequenz der Nürnberger Prozesse beschlossen. Aktuelle Bespiele zeigen: Sie sind nicht selbstverständlich! Daher ist es wichtig, die Einhaltung der Menschenrechte genau zu beobachten und bei Verstößen tätig zu werden. Besonders im Kontext der Meinungsäußerung sind sie besonders wichtig und ermöglichen den Bürger:innen sich ein eigenes Bild zu machen und z.B. staatliche Verbrechen oder Skandale aufzudecken. Vielerorts treten heute Menschen für ihre Rechte ein und riskieren dafür willkürliche Festnahmen, Gewalt oder Folter. 

 

Augen zu oder hinschauen? 

Wenn wir Menschenrechtsverletzungen akzeptieren oder dulden, nicht aktiv werden und einfach wegschauen, besteht die Gefahr, dass Staaten nicht mehr verpflichtet sehen, die Menschenrechte einzuhalten und zu gewährleisten und unsere Demokratie untergraben wird. 

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Als Vorsitzende der UN-Menschenrechtskommission war Eleanor Roosevelt maßgeblich an der Ausarbeitung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte beteiligt (© UN Photo)

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Menschenrechte sind die Grundvoraussetzung für eine Demokratie!

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Augen auf: Presse- und Meinungsfreiheit ist für eine Demokratie überlebenswichtig.

Ohne relevante Fakten, Meinungen und Argumente ausgesetzt zu sein, können wir uns keine eigene Meinung über die Wahrheit bilden.

Kritische und faktenbasierte Berichterstattung, der wir vertrauen können, ist die Grundlage zur Meinungsbildung. 

Wenn nicht klar und transparent über Dinge berichtet werden darf und Menschen ihre Meinung nicht frei äußern können, muss uns das ein Alarmsignal sein: Hier geschieht etwas, dass niemand sehen und mitbekommen soll. 

 

Wer über die Wahrheit spricht, hat es nicht immer einfach: willkürliche Verhaftungen, Einschüchterung, Gewalt oder Vergiftungen sind beliebte Mittel um Menschen zum schweigen zu bringen. 

 

Diskriminerung ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte 

LGBTQ* und Menschenrechte: 

Menschenrechte umfassen auch die Rechte von LGBTQ* Personen [1]. Im November 2011 veröffentlichte das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte  erstmals einen umfassenden Bericht zum Thema Menschenrechte und LGBTQ*

Hierbei spricht sich die UN gegen diskriminierende Gesetze und Praktiken aufgrund der sexuellen Orientierung aus, die queere Menschen zur Zielscheiben macht. 2006 wurden die sogenannten Yogyakarta-Prinzipien zur Anwendung der Menschenrechte in Bezug auf die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität von Menschenrechtsexpert:innen im indonesischen Yogyakarta entwickelt und sollen ein globalen Standard für die Sicherung von Menschenrechten für LGBTQ* sein [2]. 

Im Februar 2023 forderte die Menschenrechtskommissarin des Europarats, Dunja Mijatovic, sogenannte Konversionstherapien zur Änderung der sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität von LGBTQ* zu untersagen[3]. 

Gewalt, gesellschaftliche Diskriminierung und Stigmatisierung gehören auch heute noch zum Alltag vieler querer Menschen. 

LGBTIQ* gehören in vielen Kontexten zu besonders betroffenen Personen, die patriarchalen Gewalt und Unterdrückung ausgesetzt sind. 

 

Image by Gayatri Malhotra

Schutz vor Diskriminierung:

 

Artikel 2 der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte sieht vor, dass niemand diskriminiert werden darf. Hier ist zwar die Sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität nicht ausdrücklich gesondert erwähnt, aber 1994 entschied der Menschenrechtsausschuss im Fall Toonen gegen Australien, dass Staaten verpflichtet sind, Einzelpersonen vor Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung zu schützen. Zum Thema sexuelle Orientierung gibt es auch eine

spezielle Erklärung der UN. 

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Menschenrechte kennen keine Ausnahmen! Auch nicht für LGBTQ*

 

Warum ist es wichtig, Menschenrechtsverletzungen zu verfolgen? 

 

Menschenrechtsverletzungen sind eine fundamentale Bedrohung für die Freiheit der Menschen und die Demokratie eines Landes. 

Wenn Menschenrechtsverletzungen nicht konsequent verfolgt werden, können sie sich weiter ausbreiten und zu einer Kultur der Straflosigkeit führen, die eine schwere Beeinträchtigung der Rechtsstaatlichkeit und der Demokratie eines Landes darstellt.

Nur eine unabhängige und transparente Verfolgung von Menschenrechtsverletzungen kann dazu führen, dass die Opfer eine Gerechtigkeit erfahren und dazu beitragen, das Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit und die Demokratie wiederherzustellen. 

Darüber hinaus kann die Verfolgung von Menschenrechtsverletzungen zukünftige Verletzungen verhindern, wenn Täter:innen wissen, dass sie für ihre Verbrechen auch zur Rechenschaft gezogen werden. 

Die Verfolgung von Menschenrechtsverletzungen ist ein wichtiger Bestandteil einer gerechten und demokratischen Gesellschaft.

 

Ausblick:

Diskriminierung, globale Konflikte,

Armut und Ungerechtigkeiten, 

die Zunahme von autoritäre Regimen, die Untergrabung der Rechtsstaatlichkeit aber auch Big Data, digitale Überwachung und die Folgen des Klimawandel stellen uns in den nächsten Jahren vor große Herausforderungen in Menschenrechtsfragen. 

 

Täterperspektive: Wie werden  Menschenrechtsverbrechen überhaupt möglich? 

 

Entmenschlichung spielt eine zentrale Rolle bei vielen Menschenrechtsverbrechen, da sie es den Täter:innen ermöglicht, ihre Opfer als weniger wertvoll oder als nicht menschlich zu betrachten. Ohne den Mechanismus der Entmenschlichung wären Verbrechen wie der Holocaust nie möglich gewesen. Auch bei anderen Verbrechen wie Folter oder Kriegsverbrechen ist die Entmenschlichung ein zentraler Bestandteil. 

Indem man das Opfer entmenschlicht, können Täter:innen ihre Tat rechtfertigen, da sie glauben, dass das Opfer nicht das gleiche moralische Anrecht auf Respekt, Würde und Schutz hat wie er selbst oder andere. Diese Entmenschlichung kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden, z.B. durch die Darstellung des Opfers als Tier ( „Juden sind wie Rattenplage“) oder als "nichtmenschliche" Gruppe wie beispielsweise einer Minderheit. Oft werden dann auch diskriminierende Vorurteile vermischt um die Entmenschlichung zu rechtfertigen z.B ,,Schwule sind Krankheitsüberträger“. 

Indem man das Opfer als "entmenschlicht" darstellt, können Täter:innen ihre Tat rechtfertigen und ihr Verhalten rationalisieren, um ihre Handlungen als notwendig, legitim oder sogar rechtmäßig darzustellen. Dadurch wird es auch leichter, bei der Ausführung des Verbrechens emotional distanziert zu bleiben und es zu normalisieren. Entmenschlichung ist jedoch nicht nur ein Werkzeug der Täter:innen, sondern auch ein wichtiger Faktor, der es ermöglicht, dass Menschenrechtsverletzungen von der Öffentlichkeit übersehen werden. Wenn Menschenrechtsverletzungen gegenüber bestimmten Gruppen oder Individuen nicht als Verletzungen gegenüber "echten" oder "vollwertigen" Menschen wahrgenommen werden. Zusammengefasst: Entmenschlichung ist brandgefährlich! 

 

#because everyone matters

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